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  ©Kornnatter.de
Charcoal
1984 kauften Bill & Kathy Love in einem Zooladen eine ungewöhnlich aussehende weibliche, dunkle Kornnatter. Diese wurde angeblich auf Pine Island in Florida gefangen. Tiere, die von dieser Insel stammen, werden auch gleichnamig Pine Islands genannt. Es handelt sich hier um eine wildfarbene Lokalform. Das Auffällige an diesem Wildfang war der fehlende Gelbanteil in der Kopfgegend, den üblicherweise eine Typ A anerythristische Kornnatter aufweist.º

Zur Erläuterung:
Das es sich hier um eine neue Genreihe handelt, haben sie folgendermaßen ermittelt:
Sie kreuzten dieses Weibchen mit einer Anerythristic (Typ A) und Snow. Es schlüpften wildfarbene Neonaten. Wenn das Weibchen ebenfalls nur Anerythristic (Typ A) Genanlagen gehabt hätte, wäre dies niemals passiert!
Zwei homozygote Elterntiere mit derselben Vererbung können nur die eigene Farbvariante vererben, dass Weibchen musste also spalterbige, heterozygote Erbanlagen tragen. Durch weitere Verpaarung der F-Generationen kristallisierten sich zwei Genanlagen heraus. Sie war Träger des Anerythristic (Typ A) Gens und eines neuen Gens (früher Typ B, heute Charcoal).
Zuerst nannten Bill & Kathy Love diese neue Variante Muted bzw. Black Muted. Später gefiel ihnen der Vorschlag eines kanadischen Züchters wohl besser. Er bezeichnete diesen Gendefekt als Charcoal (Holzkohle oder Zeichenkohle)º

Vererbung:
Durch die erläuterten Testverpaarungen hatte man gleichzeitig bewiesen, dass Charcoal ein rezessiv vererbbares Gen ist.

Erscheinung:
Allgemein hat die Charcoal gegenüber einer Anerythristic eine dunklere Grundfarbe und ist weniger Kontrastreich. Durch die große Variabilität beider Gendefekte ist eine optische Differenzierung fast unmöglich. Sicherheit gibt nur ein Kreuzungstest wie oben beschrieben. Die Jungtiere einer Charcoal kann man noch schwerer von einer Anerythristic unterscheiden. Auch das Vorhandensein von Gelb ist nicht mehr maßgeblich. Es gibt mittlerweile auch Charcoals mit einer deutlichen Gelbzeichnung. Die immer noch verwendete Identifizierung des Gens anhand einer gelben bzw. fehlenden gelben Zeichnung ist daher nicht mehr verlässlich.
Charcoals zeigen jedoch bereits als Jungtiere einen leichten gräulich-bläulichen Schimmer in den Augen und der Kopfzeichnung. Die Iris der Augen ist im direkten Vergleich zu einer Anerythristic dunkler.¹

Interessantes:
Einer Snow fehlen bereits Rot (Erythrin) und Schwarz (Melanin). Interessant ist, dass bei einer Snow auch die Zeichnung fast ganz verschwinden, wenn ihr auch noch das Gelb (Xanthin) genommen wird. Es entsteht also die Farbvariante Blizzard. Es wird daher angenommen, dass für die Gelbfärbung nicht ein Gen allein verantwortlich ist. Demnach ist eine Charcoal nicht nur Anerythistic, sondern es ist noch ein anderer, bisher unbekannter Faktor mit im Spiel, der die Zeichnung verschwinden lässt.





English

In 1984, Bill and Kathy Love bought an unusual looking dark Corn Snake in a pet shop. This Snake was thought to have been caught on Pine Island in Florida. Snakes from the Island were also known as Pine Islands. This example was a local wild coloured snake. The unusual thing about this snake was the missing yellow pigmentation around the neck and head, which is usual for an Anerythristic type A Corn Snake.

As they thought this could be a new gene mutation they did the following tests:
They bred the female with an Anerythristic type A and a Snow. The hatchlings were all normal Corn Snakes. If the female was an Anerythristic type A then this would not have been the results. Two homozygote parents, with the same genes can only inherit their own gene mutation into the offspring, which means the female must have been heterozygote for something else. After further crossbreeding of the F generations it became obvious that there were 2 gene mutations involved. The female carried the Anerythristic type A gene and a new gene (used to be called Anerythristic type B, nowadays Charcoal). At first Bill and Kathy Love called them Muted or Black Muted. Later a Canadian breeder said they look more like Charcoal, and the Loves preferred this name.

Inheritance:
Through the tests it was proved that Charcoal is a recessive inheritable gene.

Apperance:
The main differences between Charcoal and Anerythristic ist hat Charcoals have a darker ground colour, and the contrast between ground colour and saddle markings is less. Due to the fact that both Morphs have many variations, a definite identification is very difficult. The surest way to tell is with test breeding as described above. The hatchlings from both Morphs look so similar that a definite identification is almost impossible. The main identification used to be the yellow pigmentation or lack of it, this is also no longer true, and many Charcoals have a lot of yellow pigmentation. The old breeding rules which said a Charcoal has none or very little yellow is no longer true. Young Charcoals have a light grey blue touch to their eyes and on thier heads. A Charcoals Iris is darker in comparison to an Anerythristic type A.

Interesting facts:
A Snow has no red (Erythrin) or black (Melanin) colour pigments. The interesting thing is that a Snow also loses ist pattern if yellow (Xanthin) is also missing. These are known as Blizzards. This is the reason why some people think that not just 1 gene responsible is for the missing yellow. Which means a Charcoal is not only Anerythristic , but also some other factor in there which makes the pattern disappear.

Dieser Gendefekt ist Bestandteil folgender Mix-Varianten:

Pewter   ( Charcoal Bloodred )
Diamond Corn   ( Charcoal Lava )
Blizzard   ( Amelanistic Charcoal )
Phantom   ( Hypomelanistic Charcoal )


[Fehler oder weitere Informationen melden / Propose an advancement or correction]

º[Love05], S. 165
¹[Köhler05], S. 103

 

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AlleleName
Ch Wildfarbe
ch Charcoal
GenotypBezeichnung
ChChWildfarbe
ChchWildfarbe het. Charcoal
chchCharcoal



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